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Ampya – das neue Imperium auf dem Musikstreamingmarkt?

In Zeiten, in denen der Musikstreamingsektor mehr als nur überlaufen ist, sollte man annehmen, dass gerade eine neue Plattform nicht unbedingt die erfolgversprechende Geschäftsidee darstellt. Ampya belehrt uns jedoch eines Besseren:
Das Unternehmen Magic Internet Musik GmbH, eine Tochter der ProSiebenSat.1 Media AG, betreibt seit Juni 2013 die Musikstreamingplattform Ampya.
Der Name Ampya orientiert sich am englischen Wort „empire“ und bedeutet übersetzt Imperium. Nimmt man diese Übersetzung wörtlich, will Ampya die Marktführerschaft im Bereich Musikstreaming erreichen und so schon etablierte Plattformen wie Spotify und MAXDOME verdrängen.

Wie versucht Ampya dieses Ziel zu erreichen?

Sicherlich stellen die 20 Millionen bereitgestellten Songs nicht den entscheidenden Unterschied zur Konkurrenz dar. Anders sieht es bei mittlerweile mehr als 57.000 Musikvideos aus, die über die Plattform den Usern angeboten werden. Zusätzlich wird das Portfolio durch zahlreiche redaktionelle Informationen wie zum Beispiel News aus der Musikbranche, aktuelle Charts sowie Interviews mit Künstlern abgerundet.
Eine sinnvolle Ergänzung stellt zudem die Live-Übertragung von Events auf der Plattform dar.
Kostenlos ist das Komplettangebot leider nicht. Wie auch Spotify bietet Ampya seinen Usern einen kostenfreien Zugang, der jedoch regelmäßige Werbung beinhaltet. Wer keine Werbeunterbrechung möchte, kann kostenpflichtig zwischen zwei Zugängen wählen, die sich durch einen zusätzlichen mobilen Zugang unterscheiden.
Eine weitere Einnahmequelle für Ampya bilden Werbeplätze für Unternehmen und Künstler.

Wie vermarktet sich Ampya?

Generell versucht Ampya eine breitgefächerte Zielgruppe anzusprechen. Bei genauerer Betrachtung können jedoch bestimmte Benutzermerkmale erkannt werden.
So wird versucht, vor allem User mit Interesse für die Musikszene sowie bewusste Musikkonsumenten zu erreichen, die bekannte Interpreten innerhalb ihres Genres erleben wollen, aber auch Interesse an Neuem haben.
Ampya vermarktet sich neben der eigentlichen Plattform über Social Media wie Twitter und Facebook, TV-Werbung und über einen indirekten Vertrieb durch andere Marken wie zum Beispiel Bild Music.
Zusätzlich bietet Vodafone in Kooperation mit Ampya bestimmte Tarife an, welche bereits den Zugang zum Musikstreaming beinhalten.

Welche Chancen und Gefahren bestehen für Ampya in der Zukunft?

Im Vergleich zur Konkurrenz bietet Ampya noch nicht alle sozialen Netzwerkfunktionen wie zum Beispiel das Teilen von aktuell gehörter Musik.
Auch der Import eigener Musik ist momentan noch nicht möglich. Der mobile Zugang beschränkt sich aktuell nur auf Apps für Android und iOS.
Hier wäre es mit Blick auf die harte Konkurrenz notwendig, Verbesserungsmaßnahmen zu ergreifen um den Marktanteil zu erhöhen und somit Preiskämpfen unter den Streaminganbietern dauerhaft zu entgehen.
Ebenfalls darf nicht außer Acht gelassen werden, dass gerade im Musikbusiness User auf illegale Dienste zurückgreifen. Ampya muss für die Zukunft das Ziel haben, ein umfangreiches Angebotsportfolio bereitzustellen um selbst diese User von sich zu überzeugen.
Dies kann durch die angesprochenen Verbesserungsmaßnahmen geschehen. Zusätzlich muss aber auch die Basis für eine latente Nachfrage geschaffen werden. So ist es zum Beispiel denkbar, gerade für Schüler und Studenten einen gesonderten Tarif zu schaffen sowie eine zielgruppenorientierte Werbung in Kinos, im Radio und bei Musikveranstaltungen zu etablieren.

Ob sich Ampya durchsetzen kann, wird sich zeigen, jedoch besteht eine gute Basis um sich auch in Zukunft im hart umkämpften Musikbusiness langfristig zu etablieren.

Hier geht’s zur Webseite

Logo Ampya © Voondo.de

 

 

Über Christian Lossos

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