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Internetkriminalität – So können sie sich schützen

Das Social Web wird immer beliebter und die Zahl der Nutzer steigt täglich, so auch die Zahl der Cyberkriminalität.

Unter Cyberkriminalität werden allgemein Straftatbestände die  mithilfe des Internets oder Techniken des Internets erfolgen verstanden. Die Tatbestände reichen von einfachen gefälschten Profilen auf Sozialen Netzwerken bis hin zu professionellem Diebstahl von sensiblen Daten.

Abbildung1: Cybercrime Statistik (Bundeskriminalamt)

Die Zahl der bekannten Betrugsfälle ist zwischen den Jahren 2010 und 2011 minimal zurück gegangen, jedoch immer noch eine sehr hohe Zahl, da vor allem nicht alle Betrugsfälle dem Bundeskriminalamt bekannt sind. [1] (2011 sind die aktuellsten Zahlen)

Abbildung 2: Statistik der ausgespähten Daten (BKA)

Die Zahl der abgefangenen beziehungsweise ausgespähten Daten ist zwischen den Jahren 2010 und 2011 mit 539 mehr bekannten Betrugsfällen, gestiegen. [2] Doch auch hier wird es eine graue Zone geben, von Fällen die dem BKA nicht bekannt sind. Besonders der ganz aktuelle Fall der Datenspionage der USA lässt viele Nutzer verunsichern. Mithilfe eines Überwachungsprogrammes, namens PRISM hat die NSA die Daten vieler Internetnutzer ausgespäht. Genaue Zahlen sind noch nicht bekannt, auch nicht wer alles davon wusste und eventuell beteiligt war.

Die Gefahren im Social Web können jeden treffen

Die Gefahren im Social Web sind allgegenwärtig und können jeden treffen. Es fängt bei einem Kreditkartendaten Diebstahl an geht über Cybermobbing bis hin zu einem Profildaten klau hinweg. Es kann mit einer vermeintlich echt aussehenden E-Mail anfangen, in dieser steht das die Kreditkartendaten aktualisiert werden müssen, doch was viele nicht wissen oder ahnen, wird man hier meist auf eine falsche Internetseite weitergeleitet und schon sind die Daten in Fremden Händen. Auch der leichtsinnige Umgang mit Daten im Benutzerprofil, macht es den Unternehmen oder anderen Personen leicht ein sehr genaues Benutzerprofil zu erstellen und die User mit persönlicher Werbung bombardieren. Doch man ist als Nutzer hier nicht ganz Machtlos.

Abbildung: Ergebnisse der Studie: Soziale Netzwerke: Datenschutz oft mangelhaft von Stiftung Warentest, erschienen in test 04/2010

Wie man hier bei diesen Ergebnissen von Stiftung Warentest sehen kann, haben die am häufigsten genutzten Sozialen Netzwerke ziemliche Mängel. Die Ergebnisse zur Datensicherheit fallen hier besonders negativ auf, alle 4 Netzwerke sind hier Mangelhaft. Doch gerade auf die Datensicherheit sollte besonders bei Sozialen Netzwerken geachtet werden. Jedoch haben einige von ihnen sich mittlerweile verbessert und der Nutzer angepasst.

Beispiel für  Cyberkriminalität: Einbruch durch Facebook Tracking

Doch nicht nur der digitale Diebstahl von Daten oder ähnlichem wird durch den sorglosen Umgang bei Sozialen Netzwerken erleichtert. Auch den Einbrechern macht man es leichter in die Wohnung oder das Haus einzubrechen. Wird beispielsweise auf Facebook oder Twitter regelmäßig gepostet wo man sich gerade befindet „Bin dann mal für 3 Wochen in Australien“, können Außenstehende dies genau beobachten und wissen so wann die Wohnung leer ist und man somit leichter einbrechen kann. Laut Amerikanischen Studien teilen ca. 15% aller Amerikaner den Soziale Netzwerken mit, dass sie gerade das Haus verlassen.   In Amerika gab es eine Zeitlang eine Webseite, die den Nutzern aufzeigen sollte wie leichtsinnig sie mit ihren Posts und Daten umgehen, diese hieß PleaseRobMe.com, hier wurden alle möglichen Nachrichten der Foursquare Nutzer angezeigt, dies ist auch ein Soziales Netzwerk. Der eigentliche Sinn dieser Webseite war es die Leute darauf aufmerksam zu machen und davor abzuschrecken so viel über sich und ihr Verhalten im Internet zu schreiben. Jedoch wurde diese Seite ziemlich schnell von Dieben und Einbrechern genutzt, worauf hin die Seite geschlossen wurde.

Einige Apps können Sie bei der sicheren Nutzung der Social Networks unterstützen

Beachtet der Nutzer ein paar Grundlegende Dinge und geht nicht zu leichtgläubig an die Sache heran, kann er sich und seine Daten vor den Gefahren schützen. Grundlegend sollte man sich fragen: Würde ich diese Sachen die ich hier schreibe oder anderen Personen freigebe, auch einer Fremden Person erzählen?“ Denn im Grunde ist das Social Web nichts anderes, wie viele Fremde Personen die ich nicht kenne und ich auch nicht unbedingt alles von mir Erzählen oder Verraten möchte. Aus diesem Grunde sollte man bei der Erstellung des Kontos von einem Netzwerk auf die Privatsphäre Einstellungen achten und schauen wer auf welche Daten zugriff hat. Kennt man sich in diesem Bereich gar nicht aus, bieten mittlerweile viele Antivierenprogramme oder auch spezielle Apps Hilfe bei der Einstellung des Kontos an. So wird einem angezeigt welche Schwachstellen es gibt und man etwas ändern sollte. Auch das Konto des eigenen Kindes kann mithilfe so einer App überwacht werden.

Nachstehende Tabelle gibt einen Überblick  zu möglichen Schutzmaßnahmen bei verschiedenen digitalen Gefahrenpotenzialen. 

Tabelle 1: Tipps zum Schutz im Social Web

Quelle:  Verbraucherzentrale Nordrhein Westfalen

Wer erwischt wird muss mit hohen Strafen rechnen

Aufgrund der steigenden Zahlen der Internet-Kriminalität, beschäftigen sich auch Bund und Länder mit diesem Problem und versuchen es mit mehr Kontrollen und hohen Strafen einzudämmen. Wird ein Täter beim ausspähen oder abfangen von Unbefugten Daten erwischt, so muss dieser mit bis zu einem Jahr Freiheitsstrafe oder hohen Geldbusen rechnen (StGB §202b).Auch mit Verleumdungen oder Beleidigungen im Netz ist nicht zu spaßen,  können diese Taten nachgewiesen werden, können Strafen mit bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe rechnen (StGB § 185, StGB §187). Bei einer Verleumdung mit Verbreitung von Schriften, können sogar 5 Jahre Haft verhängt werden.


[1] Siehe Bundeskriminalamt (2011) S. 6

[2] Siehe Bundeskriminalamt (2011) S. 7

 

Über Jasmin Fischer

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