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Scrabble mit den Wörtern Life, Family, Balance, Work, Career - Work-Life-Balance der Generation Y

Life-Balance – Utopie im digitalen Zeitalter?

Burn-out wurde vor vielen Jahren nur hinter verschlossenen Türen im Behandlungszimmer als Diagnose gestellt. Es wurde nicht viel darüber gesprochen und so wussten die Menschen auch nicht viel darüber. Glücklicherweise beschäftigen sich heutzutage mehr Menschen mit dem Thema Burn-out, da es viele Betroffene gibt. Das folgende Diagramm der DAK-Gesundheit verdeutlicht den Anstieg an psychischen Erkrankungen von 1997 bis 2012.

Life-Balance Burnout-Grafik Quelle:  AU-Daten der DAK-Gesundheit 1997-2012

Die Ursachen eines Burn-out sind vielfältig und können sowohl im beruflichen, als auch im privaten Umfeld liegen. Aber auch Freizeitstress durch zu viele Möglichkeiten durch die Digitalisierung kann eine Ursache für einen Burn-out sein.

Bei einem Burn-out handelt es sich um eine Stressreaktion, die dadurch zu erkennen ist, dass die Betroffenen emotional erschöpft sind. [1] Die Auswirkungen sind sehr vielfältig und reichen von Schuldgefühlen und Versagensängsten über Erschöpfung und Magen-Darm-Beschwerden bis hin zu Isolierung und Rückzug, um nur einige Ausprägungen zu nennen. [2] Dieser negative Stress wird nach Hans Seyle als Disstress bezeichnet. Eustress hingegen bezeichnet positiven Stress. Um also einem Burn-out und anderen psychische Erkrankungen vorzubeugen und somit ein ausbalanciertes Leben zu erreichen, sollte man lernen Methoden zur Erzeugung von Eustress zu entwickeln. [3]

Der Begriff Work Life Balance oder Life-Balance hat sich in dieser Hinsicht mittlerweile schon etabliert. Dabei ist nicht ein mathematisches Verhältnis von 50:50 zwischen Arbeits- und Privatleben gemeint, sondern vielmehr ist es eine ganz persönliche Sache, da bei jedem die Prioritäten anders sind. [4]

Daher kann man auch nicht pauschal sagen, ob 30, 35 oder 40 Arbeitsstunden pro Woche ideal sind. Es ist aber erwiesen, dass manche Beschwerden bei längerer Arbeitszeit gehäuft auftreten. So leidet beispielweise jeder Dritte mit einer wöchentlichen Arbeitszeit von über 48 Stunden an Schlafstörungen. Was aber auch beachtet werden muss ist, dass eine Arbeitszeit von 30 Stunden ebenfalls zu einer Belastung werden kann. Nämlich dann, wenn in dieser Zeit ein zu großes Pensum abgearbeitet werden muss. [5]

Wichtig zu Beginn ist, die aktuelle Situation zu analysieren. Wo steht man selbst gerade mit seiner Life-Balance? Testen Sie Ihre Balance doch einfach beim AOK Balance-Check.

Eine sehr gute Möglichkeit, dem Disstress zu entgehen ist sich zu bewegen. Dabei ist es aber besonders wichtig, einen Sport zu finden, bei dem man Spaß hat. Bereits zwei bis drei Mal pro Woche 20 Minuten Walken, Schwimmen oder Joggen senkt den Blutdruck und den Cholesterinspiegel. Aber auch Wandern in der freien Natur hilft, den Kopf frei zu bekommen. [6]

Ebenfalls hilfreich im Alltag ist es, Techniken und Strategien zu beherrschen, um seine Zeit in den Griff zu bekommen und sich auf die wichtigen Dinge zu konzentrieren. Als extra Tipp können wir hier ein Video zum Thema Zeitmanagement empfehlen.

Es gibt viele Unternehmen, die bereits erkannt haben, wie wichtig es heutzutage für Arbeitnehmer ist, dass der Arbeitgeber eine positive Life-Balance mit verschiedenen Angeboten unterstützt. So wurde beispielsweise die Bosch-Gruppe 2012 zum familienfreundlichsten Großunternehmen gekürt, hauptsächlich wegen der verschiedenen Teilzeitmodelle für Führungskräfte. Und bei BASF steht den Kleinkindern von Mitarbeitern eine Betriebskrippe zur Verfügung. [7]

Es ist also mit den richtigen Methoden und Strategien durchaus möglich auch in einer multioptionalen digitalen Gesellschaft eine ausgeglichene Life-Balance zu erreichen.

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Quellen:
[1] http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/burnout.html
[2] http://www.hilfe-bei-burnout.de/allgemeines/burnout-symptome/
[3] http://books.google.de/books?id=Ju18vf-8gYcC&pg=PA233&lpg=PA233&dq=stressarten+nach+Hans+Selye&source=bl&ots=jw7eahrCp6&sig=jnGlKoT64aIUQ7aWKw1LVmbloJ0&hl=de&sa=X&ei=-4JaVPT_HITYONr0gGA&ved=0CDIQ6AEwAzgK#v=onepage&q=stressarten%20nach%20Hans%20Selye&f=false
[4] http://4managers.de/management/themen/worklife-balance/#c427
[5] http://www.spiegel.de/gesundheit/psychologie/arbeitszeit-die-suche-nach-der-richtigen-work-life-balance-a-958027.html
[6] http://www.aok.de/bundesweit/alles-in-balance/alles-in-balance-sport-ohne-leistungsdruck-35526.php
[7] http://www.spiegel.de/spiegelwissen/work-life-balance-karriere-mit-kind-bei-basf-a-885401.html

 

Über Rebecca Lesiewicz

Wirtschaftsinformatik Studentin, 03/2013 - 08/2016 Vertiefungsrichtung: IT-Management, Social Media Management

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