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Raoul Vogg – Talente des Studiengangs Wirtschaftsinformatik

In der heutigen Geschäftswelt sind computerunterstützte Geschäftsprozesse kaum wegzudenken. Der Einsatz von Informationstechnologie kommt somit vermehrt in Unternehmen vor und wird auch zukünftig unverzichtbar sein. Außerdem ist die Digitalisierung und Vernetzung in der Gesellschaft an den Beispielen von Facebook, Twitter und Co. aufzuzeigen.

Das Studium der Wirtschaftsinformatik vermittelt Kenntnisse aus den Bereichen der Betriebswirtschaftslehre und der Informatik. Absolventen des Studiengangs können als Fachkräfte eingesetzt werden. Bislang haben 160 Studierende im Studiengang Wirtschaftsinformatik an der Hochschule Heilbronn ihren Abschluss gemacht. Um die Einstiegsmöglichkeiten als Wirtschaftsinformatiker aufzuzeigen, hat das Social-Media-Balloon-Team die Reihe „Talente des Studiengangs Wirtschaftsinformatik“ ins Leben gerufen. Hier erfahren Sie, wie unsere Absolventen großartige Karrieren aufgebaut und Ihren Traumjob erhalten haben.

Herr Raoul Vogg ist ein weiterer Kandidat in unserer Talentreihe. Nach Abschluss des Studiengangs Wirtschaftsinformatik an der Hochschule Heilbronn startete er eine vielfältige Karriere. Nachfolgend berichtet er über seine Erfahrungen.

Raoul Vogg

1.    Warum haben Sie sich für den Studiengang Wirtschaftsinformatik entschieden?

Was mir von Anfang an zugesagt hat war die breite Fächerung an Themen aus den unterschiedlichsten Fachbereichen. Da ich eher Generalist bin und mich für Wirtschaft und neue Technik interessiere, lag die Studienwahl nahe. Die Vorlesungen deckten neben einem großen Spektrum an Inhalten aus den Bereichen BWL und Informatik auch Bereiche wie beispielsweise Recht, Rhetorik oder Fremdsprachen ab, wodurch man auch in eigentlich fachfremde Gebiete zusätzliche Einblicke bekam.

2.    Was haben Sie während des Studiums als besonders positiv empfunden?

Von der Uni war ich überfüllte, anonyme Hörsäle mit hunderten von Kommilitonen gewohnt, da waren die rund 50 Studenten im Studiengang an der HSHN eine angenehme Abwechslung. Statt großer Anonymität gab es kleine Gruppen mit einer fast schon familiären Arbeitsatmosphäre. Auch der Draht zu den Professoren war sehr direkt und ermöglichte eine optimale Betreuung. Die Vorgaben des Studienablaufs boten eine gewisse Struktur und ließen dennoch individuelle Freiheiten. Es war etwa kein Problem, Veranstaltungen am frühen Morgen auch mal ausfallen zu lassen, ohne den Anschluss zu verlieren. Die Vorlesungen waren interessant, praxisorientiert, aktuell, und man schnupperte im Laufe des Studiums in den einzelnen Fächern in viele verschiedene Themengebiete hinein. Außerdem gab es zahlreiche Partys auf dem und abseits des Campus, die zum Studentenleben selbstverständlich dazugehören.

3.    Wie sieht Ihr beruflicher Werdegang aus?

Meine erste Station nach dem Abitur waren einige Semester Wirtschaftsinformatik an der Technischen Universität Darmstadt. Dort waren mir die Studieninhalte jedoch zu theoretisch und ich hielt Ausschau nach einer Alternative. Durch Zufall stieß ich auf den Studiengang Electronic Business (jetzt Wirtschaftsinformatik), welcher diesbezüglich deutlich besser aufgestellt war, und so wechselte ich nach 4 Semestern an die Hochschule Heilbronn. Durch zwei halbjährige Praktika während des Studiums, ausführliche Projektstudien sowie einige Nebenjobs, konnte ich bereits vor dem Studienabschluss ausreichend Joberfahrung sammeln, und mein Berufseinstieg bei Kabel BW in Heidelberg fiel daher recht leicht. Dort übernahm ich als Telesales Manager schon nach kurzer Zeit die Verantwortung für einen Vertriebskanal mit mehreren externen Dienstleistern. Nach rund 5 erfolgreichen und spannenden Jahren beschloss ich, für eine Weile ins Ausland zu gehen, reichte die Kündigung ein, und verbrachte einige Zeit in Australien. Seit meiner Rückkehr bin ich nun bei 1&1 in Karlsruhe im Bereich Produktmanagement beschäftigt.

4.    Können Sie die Inhalte aus dem Studium in der beruflichen Praxis einsetzen?

Jein. Das vermittelte Wissen war ziemlich praxisnah. Um es erfolgreich einzusetzen muss man es allerdings dennoch auf andere Situationen übertragen und mit eigenen Ideen ergänzen können. Die Anforderungen im täglichen Berufsalltag sind sehr individuell, sodass ein spezifisches Studium nur einen Bruchteil der benötigten Informationen vermitteln kann, insbesondere in einer sich schnell verändernden Welt. Es ist auf jeden Fall wichtig, sich schon während des Lernens nicht nur Faktenwissen, sondern auch Methodenkompetenz anzueignen.

5.    Wie gestaltet sich Ihr Arbeitsalltag?

Leider meist etwas stressig, da ich gerne proaktiv Aufgaben übernehme, wenn ich irgendwo Verbesserungspotential sehe. Prinzipiell bekommt man aber grobe inhaltliche Ziele vorgegeben, die auf kreative Art und Weise erreicht werden wollen oder die man in Projekten zusammen mit den Kollegen vorantreibt. Häufig treten auch spontane Herausforderungen auf, die nach einer schnellen Lösung verlangen.

6.    Welche Tipps können Sie jungen Berufseinsteigern mitgeben?

Einen Großteil der Lebenszeit verbringt man, indem man einer wie auch immer gearteten Arbeit nachgeht. Man sollte sich daher ausführlich Gedanken machen, welche Tätigkeiten man gerne tut und welcher Job sich am besten in die derzeitigen und künftigen Lebenspläne integriert. Das muss nicht immer ein Standard-Job sein, auch abseits der offensichtlich vorgegebenen Pfade gibt es interessante Lebenswege, für die man sich entscheiden kann, sofern man flexibel ist. Die Arbeit sollte jedoch subjektiv sinnvoll sein und die Möglichkeit bieten, etwas voran- und sich einzubringen. Wenn am Ende des Tages das zufriedene Gefühl steht, seine Zeit richtig investiert und gemäß den eigenen Vorstellungen eingesetzt zu haben, ist schon einiges erreicht. Wichtig ist, dass man trotz aller Karriereambitionen genug geistigen und körperlichen Ausgleich außerhalb der Firma hat, und dass genügend Zeit für sich selbst, sowie für die Menschen und Dinge, die einem wichtig sind, bleibt. Sind diese Punkte gegeben, ist schon mal eine gute Basis für motivierte Höchstleistung im Beruf gelegt.

7.    Wie würden Sie Ihren „Employer of Choice“ beschreiben?

Ein freundliches Arbeitsklima in einer Firma mit netten und ähnlich gesinnten Kollegen, spannende und herausfordernde Aufgaben mit der Möglichkeit zur persönlichen Weiterentwicklung, Spielräume zur Umsetzung der eigenen Ideen, die Chance sich mit Engagement gemeinsam für etwas Sinnvolles einzusetzen, gute und gerechte Bezahlung (leider keine Selbstverständlichkeit), freie Einteilung der Arbeitszeiten, gelebtes Vertrauen und Anerkennung für die geleistete Arbeit sowie eine ausgeglichene Work-Life-Balance sind einige Punkte, die mir hier spontan einfallen.

 

Auch dieses Interview zeigt, dass die Wirtschaftsinformatik sehr vielseitig ist. Man lernt im Studium vieles aus den Bereichen BWL und Informatik. Genau dieses Wissen kann man später im Berufsleben in den verschiedensten Aufgabenbereichen einsetzen.

Wir bedanken uns bei Herrn Vogg für das informative Interview und wünschen ihm für den weiteren Berufsweg viel Erfolg.
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