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Der Social-Media-Manager: Mehr als Faceboob, Twitter & Co.
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Berufsbild Social-Media-Manager: Mehr als nur Facebook, Twitter & Co.

Das Social Web verändert nicht nur die Kommunikation sondern führt zur Entstehung neuer Berufsbilder. Laut einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Bitkom beschäftigen nur jedes zehnte Unternehmen Mitarbeiter, die sich gezielt um die Aktivitäten im Web 2.0 kümmern. Gerade aus diesem Grund sind Social Media Managerinnen und Manager sehr gefragt. Doch welchen Herausforderung diese Führungskräfte bei der Integration von Social Media gestellt sind und was sie ausmachen, ist bislang undefiniert.

Felix Beilharz
Felix Beilharz

Zu diesem Themengebiet wurde Herr Felix Beilharz interviewt. Er ist selbständiger Berater und Trainer mit Schwerpunkten im Online- und Social-Media-Marketing. In seinem neuen Buch „Social-Media-Management“ beleuchtet er das Profil eines Social Media Managers und gibt Hilfestellung bei allen Themen, die den Manager täglich beschäftigen.

Herr Beilharz, wie würden Sie einen Social Media Manager definieren?

Das Berufsbild Social-Media-Manager gehört zu den aktuellsten und anspruchsvollsten Jobs unserer Zeit. Immer mehr Unternehmens benötigen heutzutage einen solchen Manager. Er hat die Verantwortung Social-Media  im Unternehmen einzuführen, die Aktivitäten zu koordinieren und zu managen. In erster Linie ist er also Berater, Vermittler und Koordinator.

Welche Aufgaben hat ein Social-Manager?

Der Social-Manager hat mehrere Aufgabenbereiche unter anderem gehört dazu:

  • Die Ausarbeitung und Implementierung der Strategie: In Kooperation mit der Marketing- und/oder Unternehmensleitung orientiert sich der Social-Manager an deren Strategien und entwickelt daraus die Social-Media Strategie, die die Erreichung der Ziele und Vorgaben des Unternehmens unterstützen und vorantreiben.
  • Der Aufbau der Kanäle: Nach Auswahl der Kanäle werden diese angelegt und eingerichtet. Gemäß der erarbeiteten Strategie werden die Accounts gesichert und alle wichtigen Einstellungen vorgenommen. Der Technische Part (Designimplementierung und App-Programmierung, etc.) wird meist von der IT-Abteilung übernommen und gehört nicht zu den Aufgaben des Social-Managers.
  • Die Content – Erstellung: Nach dem Aufbau der Kanäle sollten diese mit Content beliefert werden. Hierbei steht der SM-Manager in engem Kontakt zu den anderen Bereichen. Interessante Inhalte für Social-Media werden aus diesen Abteilungen vom Manager aufgespürt und ansprechend aufbereitet. Auch passender Fremdcontent kann als Content platziert und geshared werden.
  • Das Monitoring: Eine weitere zeitintensive Aufgabe ist das Monitoring. Durch den Einsatz von Monitoring und Analyse- Tools lassen sich die Social-Media- Aktivitäten regelmäßig beobachten und analysieren. Hinzu kommen das Durchforsten der Kanäle und die Auswertung der Tools. Zudem soll eine Kontrolle der eigenen Tätigkeiten und der Analyse der Arbeit fremder Blogs oder Social-Media-Accounts durchgeführt werden.
  • Schulung: Last but not least obliegt dem Social-Manager die Schulung seiner Teammitglieder und insbesondere neue Mitarbeiter oder Praktikanten. Eine Einführung in Social-Media-Marketing, die Funktionalität bestimmter Kanäle, sowie die Strategieumsetzung oder der Umgang in Krisensituationen könnte eine solche Schulung beinhalten. Somit sind die Mitarbeiter bestens für die Arbeit mit den neuen Medien vorbereitet.

Welche Qualifikationen sollte ein Social-Media-Manager mit sich bringen?

Das Social-Media-Marketing erfordert zahlreiche Kenntnisse und Fähigkeiten. Eine ganz wichtige Eigenschaft des SM-Managers ist die Teamfähigkeit und Kenntnisse zum Unternehmen und dessen Produkten. Enge Kontakte mit allen relevanten Abteilungen sind wichtig. Somit wären die Arbeit und der Informationsaustausch mit verschiedenen Unternehmensbereichen sichergestellt. Außerdem sollte ein SM-Manager frusttolerant sein, da Ablehnungen und Unverständnisse aus verschiedenen Abteilungen sowie von höherer Ebene eintreten könnten. Weiterhin sollte der SM-Manager Durchsetzungsvermögen besitzen, sowie Online Marketing und allgemeine Marketing Kenntnisse beweisen können. Weiterhin wäre ein rechtliches Basiswissen von Vorteil, da die Social-Media-Arbeit täglich zahlreiche Rechtsgebiete berühren kann und grundlegende Rahmenbedingungen beherrscht werden sollte.

Herr Beilharz, wie sehen Sie die Zukunft von Social Media?

Das sogenannte Web 1.0 und Web 2.0 wird es nicht mehr geben. Es wird alles zusammenwachsen in einem Gerät, das ich mitnehmen, aufpacken oder aufklappen kann in Form eines Smartphones oder Google Glasses. Eine starke Integration also von allen Medienformen in eine und das natürlich mobil.

 

Über Saoussen Amrouni

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