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Blockchain – Wie viel hat sich bis jetzt getan? Ein Zwischenstand.

Im Juli 2018 haben wir einen Artikel über die Blockchain-Technologie veröffentlicht. Dort wurden sowohl die Risiken, als auch die Potentiale durchleuchtet. Heute, knapp 1 Jahr später, wird die Blockchain Technologie trotzdem meist nur als „Buzzword“ abgestempelt und auch die Kritiker sind nicht weniger geworden. Hat sich trotzdem etwas getan? Wir liefern euch den neuesten Zwischenstand.

Blockchain

Handeln im rechtlichen Rahmen

Nach dem Bitcoin-Crash Ende 2017 scheinen sich die Kryptowährungen langsam wieder zu erholen. Aber auch außerhalb des Krypto-Marktes tut sich viel. Beispielsweise hat eine Tochtergesellschaft der Börse Stuttgart eine App namens „BISON“ veröffentlicht. Mit dieser kann man die vier größten Kryptowährungen Bitcoin, Ethereum, Litecoin und Ripple (XRP) unter regulierten Bedingungen handeln. Hierbei ist die Gewährleistung wichtig, dass alle Handlungen in einem rechtlichen Rahmen stattfinden. Dies resultiert aus der Vergangenheit, da man oft über die Besteuerung von Gewinnen aus Spekulationen mit Kryptowährungen diskutiert hat.

Staatliche Regulierungen der Kryptos

Venezuela versucht mittlerweile mithilfe von Kryptowährungen, die Hyperinflation in den Griff zu bekommen. Seit Oktober 2018 steht der Petro-Coin der Öffentlichkeit zum Handel zur Verfügung. Die venezuelische Kryptowährung sollte an das Erdöl gebunden sein, ähnlich wie der frühere Goldstandard für staatliche Währungen. Das heißt, dass Erdöl zu einem gewissen Prozentsatz für den Petro-Coin hinterlegt sein soll, um den Werterhalt zu sichern.

Blockchain Venezuela

Leider scheiterte der Petro-Coin anhand von mangelndem Interesse und noch heute ist es fast unmöglich, ihn zu handeln. Dabei war geplant, dass mindestens 15 % der Umsätze von venezuelischen Unternehmen darüber abgewickelt werden sollten. Zudem war in Planung, dass die kompletten Steuern und Abgaben der Bürger über den Petro-Coin abgeführt werden sollten. Zum heutigen Standpunkt ist der Petro-Coin in Vergessenheit geraten und er konnte keine der Probleme Venezuelas lösen.

Aber auch andere Staaten haben Pläne für die Etablierung von Kryptowährungen. Beispielsweise hat Saudi-Arabien für Mitte 2019 eine eigene Kryptowährung angekündigt. In der EU hingegen, ist die Entwicklung noch nicht ganz so weit. Dennoch gibt es auch hier Überlegungen, staatliche Kryptowährungen zu entwickeln. Dies basiert auf der Hoffnung, dass eine Kryptowährung unser Finanzsystem stabilisieren könnte.

Schaut man sich auf einer kleineren staatlichen Ebene um, ist man beim Thema Blockchain schon deutlich weiter: Der US-Bundesstaat Wyoming hat ein Gesetz verabschiedet, das feste Regeln im Zusammenhang mit Kryptowährungen definiert. So können digitale Vermögenswerte nun in drei Kategorien eingeteilt werden: digitale Konsumgüter, digitale Wertpapiere und Kryptowährungen. Außerdem sind in dem Bundestaat nun auch die gleichen Regen für Kryptowährungen anzuwenden, wie für Geld.

Social-Media und die Blockchain

Auch in der Welt von Social-Media hat man den Nutzen von der Blockchain-Technologie entdeckt. Die Social-Media-Plattform „Steemit“ macht sich die Blockchain auch in Form von Kryptowährungen zu Nutze. Denn die Nutzer von Steemit bekommen für ihre Inhalte auf der Seite mit der eigenen Kryptowährung STEEM eine Entlohnung. Die Nutzer können durch ein Up- und Downvotesystem bestimmen, wie viel STEEM der Ersteller des Beitrags für den Post bekommt. Wer nun aber glaubt, dass die Blockchain nur dafür da ist, um die Kryptowährung umzusetzen, täuscht sich. Ein weiteres Kernelement von Steemit soll der Schutz vor Zensur sein. Denn in der Blockchain wird der Content gespeichert, was für die Unveränderlichkeit der Beiträge sorgt und somit Transparenz schafft. Mit über 1.200.000 Mitgliedern ist die Plattform jedoch noch ziemlich klein und es muss sich erst zeigen, ob die kritische Masse überschritten wird und man von einem Netzwerkeffekt profitieren kann.

 

Fazit

Die Leute, die die Blockchain nur als Buzzword degradieren, haben nicht ganz unrecht. Denn außer Kryptowährungen hat sich bis jetzt noch keine tatsächliche Anwendungsmöglichkeit herauskristallisiert. Und von den unzähligen Kryptowährungen geraten die meisten in Vergessenheit. Bei staatlichen Kryptowährungen kommt zudem noch hinzu, dass der eigentliche Sinn der Dezentralisierung abhandenkommt, da nun der Staat als zentraler Akteur die Kontrolle erlangt.

 

Doch die Forschung schreitet voran und in Bereichen wie Smart-Contracts und Transaktionen bietet die Blockchain ein hohes Potential. Ob diese Technologie nun aber die Revolution sein wird, die von vielen prophezeit wurde, bleibt abzuwarten.

 

Quellen

BISON-App: https://www.heise.de/newsticker/meldung/Bison-Boerse-Stuttgart-bringt-App-fuer-Kryptogeldhandel-4296164.html

 

Petro-Coin: https://paymentandbanking.com/venezuela-der-petro-coin/

 

Kryptowährungen in Wyoming: https://coin-hero.de/us-bundesstaat-wyoming-erkennt-kryptowaehrungen-als-geld-an/

 

Steemit: https://de.wikipedia.org/wiki/Steemit

 

Über Tobias Schmieg

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