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Kann Deutschland etwas von der Startup-Kultur des Silicon Valley lernen?

Ist das Silicon Valley schon unter uns?

Kann Deutschland etwas von der Startup-Kultur des Silicon Valley lernen?

Amerika hat das Silicon Valley – wir haben den Mittelstand. Beides ist den Meisten vermutlich bekannt. Allerdings wissen wohl die Wenigsten, was diese zwei vermeintlich verschiedenen Welten gemeinsam haben. Der Mittelstand in Deutschland ist die Achillesferse der deutschen Wirtschaft und hat den mit Abstand größten Anteil an der Unternehmenslandschaft. Mehr als 99% aller Unternehmen sind kleine & mittlere Unternehmen (kurz KMU), umgangssprachlich auch als Mittelstand bezeichnet. [1]Sie vertreten Werte wie Kundennähe und Qualität. Mit diesen Werten sind sie mit ihrer langfristigen Strategie um eine erfolgreiche Unternehmensnachfolge bemüht. Die zumeist familiengeführten Unternehmen stehen also genau für das, was man vom Label „Made in Germany“ erwartet. Scheinbar genau das Gegenteil vermittelt die Startup-Branche. Es sind meistens kurzlebige Unternehmen mit schrillen Ideen, bei denen alles veränderbar oder ersetzbar ist. Es wird dort auch gerne ausprobiert, häufig mit ungewisser Zukunft.

Verändert hat sich allerdings auch unser Konsumverhalten. Wir wollen nicht mehr warten – alles geht per Klick im Internet und muss dabei möglichst leicht sein. Wir befinden uns in einem großen Wandel. Technologien von heute erscheinen morgen schon wieder fast veraltet. Die Tugend des Mittelstands erweist sich also als eine Schwäche in der Welt von Internet und Daten. Andererseits kann das, was der Mittelstand macht, nicht ganz falsch sein, denn er hat sich über Jahrzehnte hinweg erfolgreich bewiesen. Es scheint also, als ob beide Welten ihre Daseinsberechtigung haben.

Kommen wir aber nun zur Frage, was Deutschland von der Startup-Kultur des Silicon Valley lernen kann. Das Mindset des Silicon Valley unterscheidet sich vom deutschen sehr stark. Wo in Amerika Experimentierfreude vorliegt, dominiert in Deutschland noch die German Angst. Doch so langsam scheint sich dies zu lösen. So versuchten zahlreiche Menschen die Ideen aus dem Silicon Valley mitzunehmen und sie hier umzusetzen. Es soll aber nicht darum gehen, sie zu kopieren, sondern sie auch zu verstehen und hier unsere Werte zu ergänzen.

Ein paar Möglichkeiten, Werte neu zu denken:

PURPOSE – Hierbei geht es darum, den Zweck des Unternehmens zu definieren. Warum gibt es uns heute und warum soll es uns in Zukunft geben? Wichtig ist es, der Arbeit Sinnhaftigkeit zu geben. Wird diese von den Mitarbeitern erkannt, können nachhaltig positive Werte im Unternehmen Bestand haben und auch gelebt werden. Dies führt dazu, dass die Mitarbeiter inspiriert und vor allem auch motiviert sind.

INNOVATIONSKULTURGRÖSSER DENKEN/ NEU DENKEN – Freidenken und Kreativität sollten gefördert werden und gewollt sein. Jeder sollte sich einbringen können. Falls die Idee gut ist, sollte sie umgesetzt werden, unabhängig von wem sie stammt. Man sollte keine Grenzen kennen. Vor allem sollte man die richtigen Fragen stellen und nicht nur in den vorhandenen Strukturen denken.

FLEXIBILITÄT – Neue Technologien ermöglichen neue Arbeitskonzepte. Im Rahmen von FUTURE WORK sollte ein Mitarbeiter so arbeiten können, wie es für ihn am besten ist.

Doch handelt es sich wirklich um zwei Welten? – Nein, denn auch das Silicon Valley ist nicht nur eine Region in der San Francisco Bay Area, sondern viel mehr eine Geisteshaltung. Dies ist der gemeinsame Nenner dieser so scheinbar unterschiedlichen Welten. Bei beiden handelt es sich um eine Haltung, bei der Kunde, Mitarbeiter und Innovation im Vordergrund stehen. Sie mögen zwar anders an diese Themen herangehen. Gezeigt haben allerdings beide, dass sie im Stande sind, unsere Welt zu verändern, Innovationen hervorzubringen oder in ihren Bereichen weltspitze zu sein.

 

Bundesminister Altmaier zur Bedeutung des deutschen Mittelstands
Quelle:

[1]Vgl. https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesamtwirtschaftUmwelt/UnternehmenHandwerk/KleineMittlereUnternehmenMittelstand/KleineMittlereUnternehmenMittelstand.html

 

 

 

Über Daniel Szafarski

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