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Digitalgipfel 2019

Digitalgipfel 2019: KI in der Gesundheitsbranche

Am 11. April 2019 war es endlich wieder soweit: In der Carl-Benz-Arena in Stuttgart öffnete der Digitalgipfel 2019 seine Pforten. Der diesjährige Fokus der großen Veranstaltung drehte sich um das Thema Künstliche Intelligenz (KI) und erfreute sich einer hohen Anzahl an Besuchern und spannenden Vorträgen rund um die Digitalisierung.

Das weite Themenfeld des Digitalgipfels 2019

So unterschiedlich wie die Besucher waren, so breit gefächert waren auch die Vorträge auf dem diesjährigen Digitalgipfel.  Auf der Agenda stand eine breite Palette an Themen und Problemstellungen aus dem Gebiet der Digitalisierung sowie Podiumsdiskussionen. Hierbei rangierten die Themen über die Auswirkungen von KI auf die Nachhaltigkeit, Innovationen durch Digitalisierung, bis hin zu Fragestellungen, ob die Künstliche Intelligenz in der Lage ist, Ethik zu beherrschen.

Learning by Doing in den verschiedenen Workshops

Über die interessanten und wissenswerten Vorträge hinaus, bekamen die Besucher des Digitalgipfels zudem die Möglichkeit, an einem Workshop teilzunehmen. Auch hier rangierten die Themen rund um die Digitalisierung. Im Folgenden möchten wir euch von dem Workshop 13 berichten, welcher unter dem Thema KI in der Gesundheitsbranche – Die Rolle von Cluster-Initiativen bei der industriellen Anwendung von KI in KMU” stattfand.

Falls das Wort KMU nicht jedem bekannt ist: Unter KMU wird ein kleines oder mittleres Unternehmen verstanden.

Gegenwart und Zukunft

Der oben genannte Workshop wurde von vielen verschiedenen Professoren und Forschern gehalten und gab uns somit einen vielfältigen Überblick über das Thema KI im Gesundheitswesen.

Der erste Vortrag wurde von Herrn Bart de Witte, Geschäftsführer der HIPPO Institute of Future Medicine vorgetragen. Herr Bart de Witte stellte uns die Gegenwart und die Zukunft in diesem Bereich vor. Dabei ging er vor allem auf die aktuelle Lage der KI im Gesundheitswesen in Afrika ein, indem er uns über die konventionelle Cytologie aufklärte. Diese ist weitaus schwächer im Erkennen von Krebserkrankungen, als die KI-basierte visuelle Diagnose und bietet somit eine große Chance.

Vortrag Herr de Witte
Abbildung: Herr Bart de Witte während seinem Vortrag zur KI im Gesundheitswesen: Gegenwart und Zukunft.

Da es in Ländern südlich der Sahara weniger als einen Pathologen pro 1 Millionen Einwohner gibt, besteht dort ein erheblicher Mangel an gesundheitlicher Versorgung. In einer solchen Region, in der Ärzte Mangelware sind, kann eine Künstliche Intelligenz autonom Diagnosen stellen und Therapien verschreiben.

Somit bietet die Künstliche Intelligenz einen immensen Mehrwert für Länder und könnte Leben retten. Da KI-Systeme ihre Leistungen im Durchschnitt alle 3.5 Monate verdoppeln und Bilderkennung keine statische Technologie ist, stehen die Chancen gut. Schon heute erkennen Sensoren viel mehr als einen Hund oder eine Katze (Stichwort „Beyond Dogs & Cats“) und täglich lernen sie dazu.

KI-Anwendungen in der klinischen Praxis

Nach dem interessanten Vortrag von Herr de Witte, ging es innerhalb des Workshops mit dem Vortrag von Frau Bettina Baeßler, Forscherin im Universitätsklinikum Mannheim an der Universität Heidelberg, weiter. Im Rahmen ihres Vortrages drehte sich alles um das Thema KI-Anwendungen in der klinischen Praxis. Frau Baeßler ging  darauf ein, wie sich die künstliche Intelligenz bereits heute in vielen Aspekten unseres digitalen Alltags Einzug nimmt. Hierfür nannte sie Beispiele wie die Video-Empfehlungen bei Amazon, Benachrichtigungen von Spam-E-Mails oder Musik-Empfehlungen auf anderen Services.

Vortrag Frau Baeßler
Abbildung: Frau Bettina Baeßler während ihrem Vortrag zu KI-Anwendungen in der klinischen Praxis.

Dann kam Sie zu ihrem eigentlichen Thema: Die Künstliche Intelligenz als Revolution für die Gesundheitsbranche. Zu Beginn brachte Sie uns das Thema KI in der Augenheilkunde näher. Dabei erläuterte Sie unter anderem, wie kardiovaskuläre Risikofaktoren durch Deep Learning vorhergesehen werden können, indem Fotos der Netzhaut untersucht werden.

Zudem wird gerade an einem Deep Learning Algorithmus zur Erkennung einer diabetischen Retinopathie in der Netzhaut des Auges geforscht. Dabei wird solch eine diabetische Retinopathie durch die Zuckerkrankheit Diabetes ausgelöst.

Die Rolle von Cluster-Initiativen

Der Abschluss des Workshops drehte sich um die Rolle der Cluster-Initiativen in der Gesundheitsbranche. Unter einem Cluster versteht man nach Porter eine Konzentration von vielen, untereinander verbundenen Unternehmen und Dienstleistern in ähnlichen Branchen, aber auch relevante Institutionen wie Universitäten oder Forschungszentren zählen hierbei dazu.

Die Kernaussage bestand darin, dass es in der Zukunft immer wichtiger wird, neue Entwicklungen der KI in der Gesundheitsbranche in Clustern zu analysieren, um neues Wissen zu generieren. Dieses Wissen soll dann innerhalb der Cluster konzentriert werden, damit in Zukunft neue und hilfreiche Erkenntnisse für die Gesundheitsbranche erreicht werden können.

Abschließend möchte ich mich noch einmal herzlich für alle lehrreichen Vorträge in diesem Workshop bedanken. Dazu geht noch einmal ein großes Dankeschön an die Organisatoren und alle vortragenden Personen des Digitalgipfels 2019 Wirtschaft 4.0 BW.

Vielen Dank für diesen wissenswerten und lehrreichen Tag.

Quellen:

1) Digitalgipfel 2019 Wirtschaft 4.0 BW
2) Workshop 13 KI in der Gesundheitsbranche – Die Rolle von Cluster-Initiativen bei der industriellen Anwendung von KI in KMU von 15:00 Uhr bis 17:00 Uhr
3) Clustermanagement, Wie Cluster die Innovation und die Wettbewerbsfähigkeit unterstützen, Seite 8, Eduard Hauser

 

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