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Eine der spannenden Podiumsdiskussionen. Unter anderem mit der Landesministerin Nicole Hoffmeister-Kraut

Digitalgipfel 2019: KI und Staat – Wer trägt die Verantwortung?

Beim diesjährigen Digitalgipfel in Stuttgart wurden viele interessante Vorträge von renommierten Referenten abgehalten. Schwerpunkt war die “Künstliche Intelligenz”, dabei stellte sich auch die Frage “Wer trägt die Verantwortung dafür?” Muss der Staat eingreifen und sich der möglichen Konsequenzen bewusst sein, oder ist eher die Gesellschaft gefragt?

Podiumsdiskussionen regen zum Nachdenken an!

Neben den interessanten und spannenden Vorträgen diverser Experten der KI, waren auch unterschiedliche Podiumsdiskussionen mit Professoren und Geschäftsführern verschiedener Unternehmen Teil des Programms. Dabei wurde unter anderem darüber diskutiert, inwiefern es realistisch ist, KI in naher Zukunft innerhalb mittelständischer Unternehmen einzusetzen. Zur Veranschaulichung stellten hierfür jene mittelständische Unternehmen ihre jetzige Situation dar. Dabei wurde darauf eingegangen, welche Probleme auftreten, um die Digitalisierung sowie den Einsatz von KI im eigenen Betrieb umzusetzen und erfolgreich zu machen.

Ist KI ein Fall für den Staat?

Eine hoch interessante Podiumsdiskussion beschäftigte sich mit der Frage: „Kann KI Ethik?“. An dieser Diskussion nahmen KI-Experten und CTOs aus verschiedensten Ländern teil. Dabei richtete sich die erste Frage an Prof. Dr. Cédric Villani, welcher Abgeordneter der französischen Nationalversammlung, Träger der Fields-Medaille und KI-Experte ist. Dieser sollte sich mit dem von Herrn Villani verfassten Bericht für die französische Regierung über KI beschäftigen. Passend dazu war es wichtig zu erfahren, welche Maßnahmen in Frankreich ergriffen werden. „Sollte der Staat mit Gesetzen regulieren oder sollte die Entwicklung der KI den Entwicklern mit ihren moralischen Maßstäben überlassen werden?“

Herr Villani beantwortete diese Frage durch die Beurteilung einer bereits abgehaltenen Veranstaltung in Frankreich. An dieser Veranstaltung mit dem Thema „KI für die Menschheit“ nahmen angesehene Politiker und Experten teil. Wie beispielsweise der französische Präsident Emmanuel Macron und die Deutsche Bundesministerin für Bildung und Forschung, Anja Karliczek. Darin wurden Vorträge und Debatten abgehalten ob KI Ethik kann und welche Probleme beim Umgang mit KI, für Staat und Bürger auftreten könnten. Passend zur oben genannten Frage, stellte man die Politiker zur Rede. Aufgrund abweichender Antworten gestaltete sich die Findung auf eine Antwort, schwierig. Dennoch kann man mit großer Sicherheit sagen, dass KI ein Fall für den Staat ist. Denn mit gesetzlichen Regularien kann die Regierung KI steuern um dadurch einen gewissen Schutz für beide Seiten zu gewährleisten.

Prof. Dr. Cédric Villani
Prof. Dr. Cédric Villani während der Beantwortung der Frage, ob KI ein Fall für den Staat ist

Künstliche Intelligenz und Ethik

Bislang blieb die Frage, ob KI Ethik beherrscht, offen. Die Beantwortung dieser Frage gestaltet sich noch sehr schwierig, denn die Maschinen sind bis zur heutigen Zeit noch nicht so sehr ausgereift, dass wir es zu 100% sagen können. Um moralisch handeln zu können bedarf es an impliziten Kenntnissen. Herr Villani versucht dabei darauf hinzuweisen, dass es bereits unabhängige Institutionen gibt, welche sich mit dem großen Thema KI beschäftigen. Und diese versuchen aktuell sich mit regierungsnahen Organisationen und Ministerien zusammen zu setzen. Damit sie über die Frage entscheiden, ob KI Ethik beherrschen kann. Somit bleibt es darauf zu hoffen, dass diese Komitees verschiedene Antworten und Statements auf diese Frage preisgeben.

Auch Andrea Martin, Chief Technology Officer von IBM DACH und Sachverständige der Enquete-Kommission des Bundestages, äußerte sich zu dem Thema KI und Ethik. Ihrer Meinung nach, ist Vertrauen der wichtigste Baustein, um KI erfolgreich innerhalb eines Unternehmens einzusetzen. Dies liegt darin begründet, dass Menschen mit einer gewissen Offenheit an diese neue Technologie herangehen müssen und dadurch einen gewissen Spielraum ermöglichen, indem KI agieren kann.

Fazit

Für die pro-aktive Nutzung von KI zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit spricht: Die Offenheit der Generation Z, mit den eigenen Daten umzugehen. Denn Erst durch die Bereitschaft der Menschen, die eigenen Daten preiszugeben, kann Künstliche Intelligenz etwas sehr Großes werden. Der Regierung ist es dabei nur möglich gewisse Rahmenbedingungen zu setzen, um somit die Umsetzung von KI an die Gesellschaft zu übergeben. Jedem Einzelnen muss bewusst werden, dass er für seine Daten Verantwortung übernimmt!

Quellen:
1) Podiumsdiskussion Digitalgipfel 2019: Kann KI Ethik? 11. April 2019
2) https://www.wirtschaft-digital-bw.de/digitalpolitik/digitalgipfel-2019-wirtschaft-40-bw/
3) https://www.facebook.com/wm.bwl/videos/980574975666198/
4) https://www.zeit.de/kultur/2018-05/kuenstliche-intelligenz-moral-menschen-maschinen-werte/seite-3

 

Über Ronald Fischer

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