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Reputationsmanagement, Storytelling und Social Media

Reputationsmanagement, Storytelling und Social Media – Wie funktioniert es im Mittelstand?

Am zweiten Tag des Kongresses “Mission M” im Haus der Wirtschaft in Stuttgart hatten wir die Chance, Workshops zu besuchen und aktiv an den Themen teilzunehmen. Unter anderem wurde der Workshop “Storytelling, Social Media und Reputationsmanagement – Wie funktioniert es im Mittelstand?” in Anknüpfung an beispielhafte Werbungen und Unternehmen angeboten. Speaker dieses interessanten Workshops war Torsten Panzer, der sein eigenes Unternehmen “Panzer Reputation” führt.

Storytelling und Reputationsmanagement

Thinking outside the box

Der Vortrag begann mit dem Statement, dass es wichtig sei, nicht nur die Produkte dem Kunden nahe zu bringen, sondern auch mit dem Menschen zu agieren. Reputationsmanagement und der Einsatz von Storytelling spielen an dieser Stelle eine wichtige Rolle. Menschen wollen Geschichten von Menschen hören, da diese authentischer und interessanter wirken, als die Produkte und Werbemaßnahmen nur auf dem Endgerät anzeigen zu lassen. Interviews eignen sich hierzu perfekt. Außerdem ist es wichtig, nicht immer nur strikt nach den Regeln zu spielen, sondern das Motto “think out of the box” zu verfolgen. Man sollte außergewöhnliche Dinge ausprobieren, denn so entstehen die besten Ideen. Machen Sie etwas merkwürdiges, also etwas, was würdig ist, sich zu merken.

Eine Möglichkeit ist es, einen “Twist”  herzustellen. Das bedeutet, dass man zwei Bereiche zusammenführen soll, welche eher untypisch zueinander passen und somit aus der Reihe tanzen. Dadurch kann man bei richtiger Umsetzung neue und nützliche Produkte bzw. Innovationen entwickeln. Wichtig hierbei ist es immer, die Zufriedenheit des Kunden zu berücksichtigen. Unternehmer müssen sich immer mehr den Wünschen ihrer Kunden hingeben, um ihre Kunden an sich zu binden und wettbewerbsfähig zu bleiben. Dies bestätigt Professor Kruse mit seiner Kernaussage, dass eine Machtverschiebung stattfindet und der Stakeholder immer mehr Entscheidungsmacht hat.

Kundenbindung durch Dialog und Alleinstellungsmerkmal

Die erste These des Cluetrain-Manifests lautet “Märkte sind Gespräche”. Der Händler weiß, dass das Einbinden seiner potenziellen Kunden in einen Dialog wahrscheinlich dazu führt, dass diese auch etwas bei ihm kaufen werden. Gespräche gehören zu den wichtigsten Informationsquellen und können Beziehungen aufbauen, die den Kunden emotional an das Unternehmen binden.

Ausschlaggebend für die Reputation eines Unternehmens ist ein Alleinstellungsmerkmal, dass das eigene Unternehmen von den anderen differenziert. Positive Beispiele hierfür liefert das Unternehmen Apple Inc, welches für seine einzigartigen Desings und Innovationen bekannt ist. Sie setzen neue Trends, indem sie sich mit ihren Produkten in den Köpfen der Menschen einbrennen. So verbindet nahezu jeder Mensch weiße Kopfhörer mit Apple. Diese Abgrenzung bezeichnet man als “disrupt schema”.

Mundpropaganda & Social Media

Reputationsmanagement

McKinsey sagte: “Word of mouth is the primary factor behind 20-50% of all purchasing decisions!” Menschen, egal ob jung oder alt, wollen Geschichten hören. So gab es schon in der Steinzeit Tipps & Tricks, die von einer Generation an die nächste Generation weitergegeben wurden. Beim Storytelling gilt es, Erwartetes zu durchbrechen und Spuren zu hinterlassen. Das Ziel sollte sein, dass der Kunde nach dem Kauf eines Produktes oder nach der Entgegennahme einer Dienstleistung vom Unternehmen beeindruckt ist und darüber weiter erzählt. Aus diesem Grund lautet die Devise: Rede nicht zu viel über dich selbst, sondern sorge dafür, dass andere über dich reden!

Gründe, warum Mundpropagnada ein derart wichtiger Faktor für Unternehmen ist:

  • 90% aller Menschen vertrauen Empfehlungen von Freunden & Bekannten.
  • Produkte werden oft emotional gekauft.
  • Es gibt immer mehr Angebote, Informationen, Anbieter, usw.

Das beste Beispiel für ein Unternehmen, dass Mundpropaganda betreibt ist … Red Bull. So kennt mittlerweile jeder den Slogan: RedBull verleiht Flügel. Ein Grund dafür sind Werbekampagnen oder auch Projekte, wie der Sprung von Felix Baumgartner aus dem All. Storys wie diese sind für den Zuhörer interessant und sie verbreiten sich ungemein schnell. Aber auch andere Marken wie Whiskey, Levis oder Jack Wolfskin überzeugen mit ihren Werbungen und setzen sich in den Köpfen der Bevölkerung fest. Ein gutes Mittel des digitalen Zeitalters ist hierbei Social Media. Durch die sozialen Netzwerke können Fotos und Videos festgehalten und versendet werden, wodurch Netzwerke entstehen. Diese Verbreitung nennt man digitale Mundpropaganda.

 

Über David Moor

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