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VAUDE GmbH & Co. – Mission M 2018

VAUDE GmbH & Co – Vom Grenzgänger zum nachhaltigen Gipfelstürmer

Nachhaltigkeit bei VAUDE GmbH & Co.
Nachhaltigkeit bei VAUDE GmbH & Co.

                         

VAUDE GmbH & Co.: Erfolgreicher wirtschaften mit konsequenter gelebter, ökologischer und sozialer Verantwortung

Während der Messe „Mission M 2018“ am 23. & 24.09.2018 berichtete Frau von Dewitz in ihrem sehr spannenden und mitreißenden Vortrag „Von Grenzgänger zum nachhaltigen Gipfelstürmer”, wie sie ihre Vision von ökologischer und nachhaltiger Unternehmensführung in ihrem Unternehmen realisiert hat.

Das Familienunternehmen VAUDE selbst ist Hersteller von hochwertiger, nachhaltiger und ökologischer Outdoor, Bike-Sport und Urban-Lifestyle Kleidung.

Nach einem kurzen Intro zur Unternehmenshistorie sowie zu ihrer Person verdeutlichte Frau von Dewitz die wichtigsten Faktoren für eine erfolgreiche Implementierung ihrer Vision ins Unternehmen.

Dabei gab es für mich drei zentrale „Lessons Learned“, die sich wie folgt darstellen:

1. Nachhaltige Produktionsprozesse gestalten

Frau von Dewitz betonte, dass der gesamte Produktionsprozess auf eine ökologisch und wirtschaftlich nachhaltige Herstellung der Kleidung fokussiert sein sollte. Dabei war mein erster Gedanke, dass ihre Kleidung chemie- und schadstofffrei hergestellt wird. Doch ein Beispiel ihrerseits, einer Daunenjacke, welche nicht wie gewöhnlich aus Kunststoff oder vergleichbaren Materialien hergestellt wird, sondern aus Holzfasern, ließ mich begreifen, was sie damit meinte. Denn ein nachhaltiger Produktionsprozess hört nicht beim Verkauf auf, auch die umweltschonende Entsorgung der Kleidung muss mit einkalkuliert werden. Denn ein starkes Drittel, nämlich 35% des Plastikmülls in unseren Meeren stammt von synthetischer Kleidung (https://www1.wdr.de/verbraucher/gesundheit/mikroplastik-kleidung-100.html)

und so landet es letzten Endes wieder in unserem Nahrungskreislauf.

2. Nachhaltige Produktion via Zertifizierung sicherstellen

Im Falle von VAUDE geht es darum, die Zulieferer zu überzeugen, dass Kleidung ohne Schadstoffe und Chemie eine klare WIN-WIN Strategie für alle Beteiligten darstellt. Einerseits begrüßen die Mitarbeiter weltweit die gesundheitsförderlichen Arbeitsplätze, was anderseits zu weniger Fehlzeiten, mehr Produktivität und Arbeitszufriedenheit führt.

Da Frau von Dewitz den Endkunden garantiert, dass alle Zulieferer auch ökologisch und nachhaltig arbeiten, sind alle entweder von der VAUDE GmbH selbst oder durch Dritte zertifiziert. Unter anderem sind die Zulieferer durch das Bluesign, welches die schadstofffreie Herstellung garantiert und den Responsible Down Standard, welcher die artgerechte Zucht und die anschließenden Prozesse der Daunenherstellung behandelt, zertifiziert.

3. Fair Trade via Zertifizierung sicherstellen

Die Geschäftsführerin der VAUDE GmbH legt sehr viel Wert auf die menschenwürdigen Lebensumstände, vor allem bei den Mitarbeitern der Zulieferer.

Dabei geht es ihr vor allem darum, dass Kinderarbeit strikt verboten ist, die Mitarbeiter einen gerechten Lohn bekommen, dass Arbeitszeiten und Arbeitsrechte des jeweiligen Landes auch eingehalten werden. Die Zertifizierung der Zulieferer erfolgt ebenfalls über Bluesign, unterscheidet sich meiner Meinung nach von der in Punkt 2 erklärten Verfahren, da es hier direkt um die Menschen geht und im 2. Punkt um die Materialien, die zur Herstellung der Kleidung notwendig sind.

Fazit

Die VAUDE GmbH zeigt wie man mit mutigem Out-of-the-Box denken und innovationen Visionen auch in einer hart umkämpften und von Konkurrenz belebten Branche den Spagat zwischen Ökologie, Nachhaltigkeit, Innovation und Wirtschaftlichkeit schaffen kann.

 

Über Steffen Krauth

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